Samstag, 31. März 2018
Samstag, 24. März 2018
Im Visier von Bild
Mit
Berufung auf einen „internen Bericht“ der Bundesagentur für Arbeit macht die
Springer-Bild in ihrer Ausgabe vom 20. März „gut organisierte“ Banden aus, die
gezielt osteuropäische Menschen anlocken, um nach scheinbarer Arbeitsaufnahme
und nachfolgender Kündigung zu Unrecht Hartz IV zu „kassieren“.
„Sie
reisen an, um sich Hartz IV zu holen“, macht das Blatt auf und liefert gleich
eine Tabelle mit, aus welchen EU-Ländern die meisten Hartz-Empfänger kommen:
Knapp 400 000 sind es, angeführt von Bulgaren, Polen und Rumänen, die über die
Hälfte dieser Hartz-IV-Bezieher stellen.
Selbstredend
wird nichts belegt, welchen Anteil „die Banden“ an dem angeblichen
„Millionenschaden“ am deutschen Volke haben. Da reicht die Unterstellung, um
einem Jens Spahn oder auch der AfD Munition für weiteren Sozialabbau und
Sozialneid zu liefern.
Dienstag, 20. März 2018
Hände weg von Afrin - Hände weg von Syrien!
NATO-Staaten raus aus Syrien!
Der
völkerrechtswidrige Einfall der türkischen Armee und fundamentalistischer
Milizen der "Freien Syrischen Armee" (FSA) in die syrische Stadt
Afrin ist in mehrfacher Hinsicht eine Tragödie:
Es ist
eine Tragödie, dass hunderte Menschen ums Leben kamen und zehntausende aus
Afrin fliehen mussten - ein Großteil von ihnen nicht zum ersten Mal während des
anhaltenden Kriegs gegen Syrien.
Es ist
eine Tragödie, dass die türkische Armee und die FSA-Kämpfer Afrin nicht nur
plünderten, sondern durch Schändung von Friedhöfen und die Zerstörung
kurdischer Symbole die Bewohner Afrins und ganz Syriens demütigten.
Donnerstag, 8. März 2018
Gruß zum Internationalen Frauentag 2018
Genossinnen
Polizisten
schießen, Chefs entlassen, sie kämpfen weiter:
Zwei Frauen berichten.
Von
offener und versteckter Arbeit, alten Nazis und neuen Hoffnungen, von den
Anfängen der DKP – und davon, wie sie in der täglichen Arbeit für den
Sozialismus Verantwortung übernommen haben.
Mittwoch, 7. März 2018
Frauenrechte – Niemals geschenkt! immer erkämpft!
Nach
wie vor sind Frauen die Verliererinnen in dieser Gesellschaft, in der der
Unterschied zwischen Arm und Reich sich stetig vergrößert.
Die
ökonomische Ungleichheit zwischen Frauen und Männern ist enorm, die
Bestrebungen daran etwas zu ändern nur vordergründig vorhanden. So ist zum
Beispiel gerade ein „Gesetz zu mehr Lohngerechtigkeit“ in Kraft getreten, das
Entgeltgleichheitsgesetz ist aber gewollt wirkungslos.
In
Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten können Frauen nun Auskunft darüber
verlangen, wie viel ihre Kollegen verdienen, allerdings nur, wenn mindestens sechs
die genau gleiche Tätigkeit ausüben.
Auswirkung
hat die Information dann keine – um ihr Gehalt verhandeln muss Frau dann immer
noch selbst.
Freitag, 23. Februar 2018
Über die Linkspartei hinaus
Die deutsche Linke muss
sich entscheiden – linke Identitätspolitik oder Kampagnenfähigkeit
Oskar
Lafontaine und Sahra Wagenknecht haben sich Ende 2017 öffentlichkeitswirksam
für eine „neue linke Sammlungsbewegung“ ausgesprochen. Lafontaine forderte, die
Linkspartei müsse zur Initiatorin einer solchen Bewegung werden, die sie selbst
in Frage stellt und die „neben früheren Sozialdemokraten auch unzufriedene
Grüne ansprechen kann“.
Führende
Linkspolitiker und zahlreiche Strömungen innerhalb der Linkspartei haben den
Vorstoß kritisiert. In den Medien waren bislang zwei Deutungsmuster
vorherrschend.
Dienstag, 20. Februar 2018
Das Kapital verlangt mehr
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| Foto: "UZ" |
Steuersenkung fehlt im
Koalitionsvertrag – Lässt sich aber später durchsetzen
Die
Unternehmerverbände geben sich in ihrer Mehrheit unzufrieden mit dem mühsam
gebastelten Koalitionsprogramm, das in der vorigen Woche der staunenden
Öffentlichkeit vorgestellt worden war.
„Dieser
Vertrag ist noch scheußlicher als erwartet“, sagt beispielsweise
Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander, der Sozialstaat werde
„explosionsartig ausgeweitet“. Auch der Präsident des BDA (Dachverband der
„Arbeitgeber“-Verbände), Ingo Kramer, befindet, die künftige
Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Firmen werde zu wenig beachtet. Dass eine
Unternehmenssteuerreform nach dem Vorbild des US-Präsidenten Donald Trump
fehlt, beklagen auch die Industrieverbände und die Handelskammern.
Sonntag, 18. Februar 2018
Nur Sieger?
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| Foto: junge Welt |
Achim Bigus zum Metall-Tarifabschluss
Der
Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie 2018 ist sehr komplex,
besonders bei der Arbeitszeit. Beide Seiten erklären sich zum Sieger: Roman
Zitzelsberger (IG Metall) begrüßt „mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit
für die Beschäftigten“, Rainer Dulger (Gesamtmetall) erklärt: „Mit diesem
Modell haben wir genau die Flexibilisierung nach unten und nach oben
vereinbaren können, die wir angestrebt haben“.
Vom
ersten Blick auf die „4,3 Prozent“ darf man sich nicht blenden lassen. Genauso
falsch wäre es aber, nur diese Zahl zu sehen und sie mit „Westrick-Formel“ oder
einfachem Dreisatz auf 27 Monate Laufzeit umzurechnen: auch die ab 2019 einmal
jährlich fälligen Zahlungen von 27,5 Prozent eines Monatseinkommens („T-ZUG“)
plus 400 Euro („Zu-ZUG“) gehen dauerhaft und tarifdynamisch in die zukünftigen
Jahreseinkommen ein.
Donnerstag, 8. Februar 2018
Ein "Nein" als Anfang
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| Foto: junge Welt |
Ein Kommentar zum Ergebnis der
Koalitionsverhandlungen
Ja, es
gab Zugeständnisse an die SPD in den Koalitionsverhandlungen. Manche sind
zynisch und heuchlerisch. Der „Kompromiss“ in der Flüchtlingsfrage nimmt nichts
von der Zerschlagung des Asylrechts zurück und bleibt unmenschlich.
Das
Zugeständnis an die Personalsituation im Gesundheitswesen ist Kosmetik. Laut
ver.di-Berechnungen fehlen 162 000 Stellen. Das kann jeder nachvollziehen, der
sich in den letzten Jahren in einem Krankenhaus aufgehalten hat: 8 000
zusätzliche Stellen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Von der
Privatisierung des Gesundheitswesens wird kein Stück zurückgenommen, die
Pharmaindustrie nicht angegangen.
Freitag, 2. Februar 2018
„Die Deutschen haben sich ergeben!“
Am 2. Februar 1943 endete die Schlacht um
Stalingrad
Mitte
Juli 1942 begannen die Truppen der faschistischen Wehrmacht und ihrer
Verbündeten den Sturm auf Stalingrad. Es entbrannte die entscheidende Schlacht
des zweiten Weltkrieges.Trotz pausenlosen Einsatzes neuer Kräfte konnten die
Faschisten die Stadt, die von ihnen vollständig zerstört wurde, infolge des
heldenhaften Widerstandes ihrer Verteidiger nicht nehmen.
Nach
riesigen Verlusten mussten sie Mitte Oktober zur Verteidigung übergehen. Mitte
November 1942 setzte nach sorgfältiger Vorbereitung und der Heranziehung neuer
Kräfte die sowjetische Gegenoffensive ein, die zur Einschließung der bei
Stalingrad stehenden 330.000 Mann starken Gruppierung der faschistischen
Wehrmacht führte.
Seit dem
22. November waren die 6. Armee der Wehrmacht und rumänische Einheiten völlig
von sowjetischen Truppen eingekesselt. Entlastungsangriffe der Okkupanten
führten nicht zum Erfolg. Ab 24. November mussten die Rationen der
Eingeschlossenen halbiert, später noch weiter reduziert werden.
Samstag, 27. Januar 2018
Deutsche Panzer gegen Kurden
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| Elf tote Zivilisten in Cilbire nach türkischem Luftschlag (Foto "UZ") |
Türkische Armee greift
in Nordsyrien an – „Internationale Gemeinschaft“ schweigsam
Der
Demospruch "Deutsche Waffen morden mit in aller Welt!" ist alt, aber
aktuell. Diesmal: Afrin in Nordsyrien.
Nach
Monaten der Drohungen begann die türkische Armee ihren Angriff gegen die Stadt
Afrin im Norden Syriens. NATO-Waffen, deutsche Leopard Panzer, Artillerie und
Luftangriffe sollten Stellungen der kurdischen YPG zerstören. Kämpfer der mit
der Türkei verbündeten FSA und türkische Armee-Einheiten drangen gemeinsam
gegen Afrin vor – militärisch bisher ohne Erfolg.
Mittwoch, 24. Januar 2018
DKP Streik-Info 2/2018: Für eine kurze Vollzeit mit vollem Lohn- und Personalausgleich!
Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen
der Metall- und Elektroindustrie
6 Prozent
Lohnerhöhung und 28 Stunden in der Woche, das sind die Forderungen der IG
Metall in der Tarifrunde.
Egal, was von der Seite der „Arbeitgeber“ jetzt
erzählt wird, diese Forderung nach einer Steigerung der Löhne und Gehälter ist
mehr als gerechtfertigt: die Wachstumsprognose der Wirtschaft ist für 2017 2,2
Prozent und für 2018 2 Prozent.
Die
Umsatzrendite stieg in den Jahren 2015/2016 um jeweils 5,1 Prozent. Neben der
Zielinflationsrate der EZB von 2 Prozent wird eine Produktivitätssteigerung von
1-1,5 Prozent erwartet. Geld wird also genug verdient, es wird Zeit, dass die,
die produzieren, etwas davon abbekommen!
Montag, 15. Januar 2018
»Hafenstrasse `96 - Gedenken & Anklagen«
Demonstration »Gedenken
& Anklagen«
SAMSTAG, 20.
JANUAR 2018
Konrad-Adenauer-Platz
– 23558 Lübeck
Beginn: 13.00
Uhr
AUFRUF
In
der Nacht zum 18. Januar 1996 starben zehn Menschen. 38 wurden teils schwer
verletzt und überlebten nur durch Glück. Es war kein Zufall, dass es diese
Menschen traf. Sie kamen aus Zaire, Togo, Angola und dem Libanon und es waren
Neonazis, die in jenem Haus ein Feuer entfachten, das Geflüchteten eine
Unterkunft bot.
Freitag, 12. Januar 2018
Freude über die Russen?
Rosa Luxemburg,
Revolution und Demokratie
Die
Oktoberrevolution und die Sowjetunion, die aus diesem Ereignis hervorging,
bleiben die größten historischen Erfolge der Linken, solange das Wort „links“
als politischer Begriff den Sinn behält, den es an seinem Ursprung hatte – in
der alten französischen Parlamentssitzordnung fand man links die Klasse, die
sich emanzipieren wollte, rechts die Herrschenden.
Wer
Oktoberrevolution und Sowjetunion bei Linken heute verleumden will, um diese
Linken zu spalten, zu verwirren und zu demoralisieren, mag versuchen, dieser
Miesmacherei einen linken Anstrich zu geben.
Donnerstag, 11. Januar 2018
Weltkriegsvorbereitung
Lucas Zeise zum deutschen Mythos von Europa
Die
Herren Schulz und Gabriel wollen Europa zum eigentlichen Zweck der neuen
deutschen Regierung machen. „Es ist Aufgabe der SPD, die zentrale Rolle
Deutschlands bei der Gestaltung Europas anzumahnen und den fortschrittlichen
Kräften in Europa die Hand zu reichen.“
So
formulierte der SPD-Parteivorstand, um den Delegierten des Parteitages den Weg
in eine erneute Koalition mit der CDU/CSU schmackhaft zu machen. Schulz
kündigte sogar an, er wolle die EU bis 2025 in die Vereinigten Staaten von
Europa umwandeln. Das soll kühn wirken, was es ja auch ist.
Die SPD
benutzt Europa als Rechtfertigung für eine ungeliebte Regierungsbeteiligung.
Noch scheint die EU so beliebt bei einem Teil des Volkes, dass die Partei
glaubt, das könnte funktionieren. Zur Rechtfertigung der EU wird das große
Thema Frieden herbeigezaubert.
Dienstag, 2. Januar 2018
Mittwoch, 29. November 2017
Keine Aufrüstung im Namen der friedliebenden Völker! Die EU-Militarisierung stoppen!
Erklärung der
Kommunistischen und Arbeiterparteien aus den europäischen Ländern, die zu PESCO
gehören
Die
unterzeichnenden Kommunistischen und Arbeiterparteien verurteilen die „Ständige
strukturierte Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit“ (PESCO) als einen
Akt der aggressiven Aufrüstung.
Das
imperialistische Deutschland wird dabei ab Dezember die Führung über die 23
teilnehmenden EU-Mitgliedstaaten übernehmen. Verteidigungsministerin Von der
Leyen möchte ganz offen eine „Armee der Europäer“ aufbauen und bestätigt in
diesem Zusammenhang, dass einer der Grundgedanken der Europäischen Gemeinschaft
ein gemeinsames Militär gewesen sei. Bislang wurde uns die europäische Einigung
gern als Friedensprojekt verkauft.
Sonntag, 26. November 2017
Unbesiegter Comandante
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| Foto: junge Welt |
Vor einem Jahr starb Fidel Castro. In Kuba und
Lateinamerika ist er auch heute noch lebendig
Am 25.
November 2016 um 22.29 Uhr Ortszeit starb Fidel Castro Ruz im Alter von 90
Jahren.
Mit dem Tod ihres Anführers werde auch die Kubanische Revolution
untergehen, hatten deren Gegner seit dem Sieg der Rebellen im Januar 1959
gehofft.
Doch der von den westlichen Medien dämonisierte Comandante en Jefe
reagierte auf solche Phantasien stets gelassen. »Unsere Feinde sollten sich
keine Illusionen machen, ich sterbe morgen und mein Einfluss mag zunehmen«,
sagte er vor mehr als zehn Jahren. »Ich könnte es wie El Cid machen, den sie
tot auf dem Pferd mit sich führten und so Schlachten gewannen«, fügte er unter
Anspielung auf den in Spanien als Nationalheld verehrten kastilischen Ritter
aus dem elften Jahrhundert hinzu.
Ein Jahr
nach dem Ableben Castros scheint es, dass sich seine Erwartung bestätigt. »Yo
soy Fidel« (Ich bin Fidel) skandierten Hunderttausende während der
Trauerkundgebung am 29. November 2016 auf dem Platz der Revolution in Havanna.
Heute ist Kuba gefordert, diese Aussage unter Beweis zu stellen.
Freitag, 24. November 2017
Massen ohne Zuhause
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| Wärmehalle für Wohnungslose, Foto: junge Welt |
Wohnungs- und Obdachlosigkeit auf Nachkriegsrekordniveau.
Bis 2018 1,2 Millionen Menschen betroffen.
Zunehmend auch Familien auf der Straße
Bis 2018 1,2 Millionen Menschen betroffen.
Zunehmend auch Familien auf der Straße
Achthundertsechzigtausend
Menschen sind im Jahr 2016 ohne Wohnung.
Das entspricht einem Zuwachs von 150
Prozent innerhalb von 24 Monaten.
Dass weitere 350.000 hinzukommen werden, ist
bereits heute abzusehen; 2018 werden voraussichtlich 1,2 Millionen Menschen in
der BRD ohne Wohnung sein.
Die
Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAGW) stellte am Dienstag,
den 14.11.2017) ihren Jahresbericht vor. Werena Rosenke und Thomas Specht, Geschäftsführende
des Vereins, konstatieren »teils rechtswidrige Zustände« und »elende
Bedingungen« im Land der »Exportweltmeister« mit dem Mantra »es geht uns doch
noch so gut«.
Donnerstag, 23. November 2017
Gemeinsam Krieg führen
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| Eurokorps, Foto: junge Welt |
23
EU-Staaten, darunter Deutschland und das „neutrale“ Österreich, haben den
Grundstein für eine „europäische Verteidigungsunion“ gelegt. Bei einer
Zeremonie in Brüssel unterschrieben die Außen- und Kriegsminister am Montag das
Gründungsdokument für eine ständige militärische Zusammenarbeit (PESCO).
Die
„Verteidigungsunion“ soll die EU unabhängiger von den USA machen und zu
gemeinsamen Rüstungsprojekten führen.
Samstag, 18. November 2017
Die Stundendiebe
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| Kollage: junge Welt |
Weniger lang im Betrieb sein? Die IG Metall
will über die Arbeitszeiten in der Metallindustrie verhandeln. Das Kapital
läuft schon jetzt Sturm
Der Kampf
um die Arbeitszeiten in Deutschland ist in vollem Gange. Begonnen haben ihn
nicht Arbeiter und Angestellte, sondern Unternehmen, die die Möglichkeiten von
Handy, Tablet und Co. geschickt dazu nutzen, ihre Mitarbeiter auch daheim
arbeiten zu lassen.
Doch an diesem Mittwoch stieg Deutschlands größte
Gewerkschaft in das Ringen ein: Die Tarifrunde der Metallindustrie begann in
verschiedenen Bundesländern – und die IG Metall fordert mehr Verfügungsrechte
über die eigene Arbeitszeit für die Beschäftigten.
Mittwoch, 15. November 2017
Gefangen im Hartz-IV-System
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| Foto: junge Welt |
Immer mehr Minderjährige sind dauerhaft auf
staatliche Leistungen angewiesen
Fast zwei
Millionen Minderjährige leben in Familien, die Hartz IV beziehen. Und immer
mehr von ihnen sind dauerhaft auf die Leistungen angewiesen. Das hat Bild am
Montag berichtete. Das Boulevardblatt berief sich auf neue Zahlen der
Bundesagentur für Arbeit (BA).
Demnach
lebten in diesem Sommer rund 526.000 unter 15jährige seit vier Jahren oder
länger von der Grundsicherung. Damit stieg ihre Zahl binnen zwei Jahren um
14.000 an. Das Risiko, ohne Aussicht auf ein baldiges Ende in das
Hartz-IV-System zu fallen, wird besonders für alleinerziehende Elternteile
immer größer. Vor zwei Jahren mussten 630.000 Einelternfamilien von staatlicher
Grundsicherung leben, so Bild. In diesem Jahr traf es bereits rund 649.000
Alleinerziehende und damit natürlich auch ihren Nachwuchs.
Was das
bedeutet, machen die Regelsätze deutlich: So müssen Eltern ein Kind unter sechs
Jahren aktuell mit 237 Euro über den Monat bringen. Im kommenden Jahr werden es
ganze drei Euro mehr sein. Davon muss alles beschafft werden: Nahrung,
Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel, Möbel für das Kinderzimmer, Bettwäsche,
Essensgeld in der Kindertagesstätte, Spielzeug und Windeln für die Jüngsten.
Montag, 13. November 2017
Militarisierung der EU
Am Montag
haben sie 23 der 28 EU-Staaten unterzeichnet: Die Notifizierungsurkunde für
»Pesco«, die »Ständige Strukturierte Zusammenarbeit« (»Permanent Structured
Cooperation«) der EU. »Pesco« – das klingt neutral, ganz so, wie wenn es um
Alltägliches ginge, um Dinge wie IBAN, Gema oder BAföG. Tatsächlich aber geht
es, wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gestern betonte, um die
faktische Gründung der europäischen Sicherheits- und Verteidigungsunion.
Auch
das ist bekanntlich nur verdummende PR, denn wer Verteidigung sagt, meint
Krieg, und der Krieg steigert erfahrungsgemäß nicht die Sicherheit, sondern die
Unsicherheit. Und die Zahl der Leichen. »Pesco« reiht sich da ein: Unter diesem
Kürzel werden künftig die Kriege der EU – der in Feiertagsreden vielgepriesenen
Friedensnobelpreisträgerin – vorbereitet.
Samstag, 11. November 2017
Luxemburg-Liebknecht-Demo wichtiger denn je!
2018, 100
Jahre nach der gescheiterten Novemberrevolution toben weltweit Kriege, stehen
NATO-Truppen, darunter deutsche an der russischen Grenze – die LL-Demo ist
wichtiger, denn je.
2018 wird
nach der Bundestagswahl der Angriff auf die sozialen und demokratischen Rechte
und Errungenschaften verschärft werden – die LL-Demo ist wichtiger, denn je.
2018
werden diese Angriffe der Herrschenden von ihnen selbst zum Nährboden für
Nationalismus und Rassismus gemacht, um zu spalten – Die LL-Demo ist wichtiger,
denn je.
Die
traditionelle Luxemburg-Liebknecht-Demo am 14. Januar 2018 in Berlin steht für das
Aufstehen gegen Krieg und Hochrüstung, gegen Demokratie- und Sozialabbau.
Dienstag, 7. November 2017
Der erste Schritt
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| jW-Illustration |
100 Jahre Oktoberrevolution
Ein Kanonenschuss vom Panzerkreuzer »Aurora«
gab das Signal: Am 7. November 1917 (25. Oktober nach dem Julianischen
Kalender) stürmten Rotgardisten das Winterpalais in Petrograd und verhafteten
die Provisorische Regierung.
Die Staatsmacht ging in die Hände der Bolschewiki
über, die Große Sozialistische Oktoberrevolution leitete eine neue Epoche der
Menschheitsgeschichte ein.
Der Rote
Oktober 1917 in Russland war im vollen Wortsinn ein epochales Ereignis. Er
beendete das Gemetzel des Ersten Weltkriegs, den Lenin als imperialistischen
Krieg analysiert hatte, fegte die bürgerliche Herrschaft hinweg und ergriff mit
der Parole »Land, Brot und Frieden« die Massen.
»Einfache« Menschen überwanden
ihre Unterdrücker und nahmen sich mit einem Mal als Subjekte der Geschichte
wahr. In allen gesellschaftlichen Bereichen setzte die Oktoberrevolution enorme
produktive Kräfte frei und strahlte auf alle Kontinente aus.
Die neue Epoche,
die sie einleitete, stand für den Bruch mit dem von inneren Widersprüchen
zerrissenen krisenhaften Kapitalismus und dessen Ablösung durch eine neue
Gesellschaftsordnung: den Sozialismus als neue Stufe der Menschheitsentwicklung.
Sie war »das Signal zum Aufbruch in geschichtliches Neuland« (Hans Heinz Holz).
Freitag, 3. November 2017
Das Seltene in der Geschichte
Die Oktoberrevolution lieferte den Beweis in
der Praxis: Der Bruch mit Krieg und Imperialismus ist möglich. Das ist nicht
vergessen
Normal,
heißt es in Ernst Blochs »Prinzip Hoffnung«, »denkt man, ist es doch, oder
müsste es sein, dass sich Millionen nicht durch Jahrtausende von einer Handvoll
Oberschicht beherrschen, ausbeuten, enterben lassen. Normal ist, dass eine so
ungeheure Mehrheit es sich nicht gefallen lässt, Verdammte dieser Erde zu sein.
Statt dessen ist gerade das Erwachen dieser Mehrheit das ganz und gar
Ungewöhnliche, das Seltene in der Geschichte. Auf tausend Kriege kommen nicht
zehn Revolutionen; so schwer ist der aufrechte Gang.«
Beides,
die ungezählten Kriege und die wenigen Revolutionen, lässt sich ergänzen, prägt
aber die Geschichte. Und letztere vielleicht mehr als jene. Auf die
Oktoberrevolution trifft das zu. Die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts
hatten ihre Wurzeln im imperialistischen Kampf um die Neuaufteilung der Welt.
Die Oktoberrevolution löste Russland aus dem Gemetzel, aus dem
Gesellschaftssystem und insofern aus der bisherigen Geschichte. Sie war eine
Friedensbewegung mit erstmals weltweiter Resonanz.
Mittwoch, 25. Oktober 2017
Geld regiert
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| Geld regiert - Collage: junge Welt |
Zweitgrößtes Parlament der Erde hat ausgesorgt:
BDI gibt Bundestag Zehnpunkteplan vor
Die
Parlamentarier waren noch gar nicht im Berliner Reichstagsgebäude
zusammengetreten, da verkündete der Bund Deutscher Industrieller bereits, wie
in den kommenden vier Jahren abgestimmt wird: »Der BDI hat ein
Zehnpunkteprogramm vorgelegt, das der Spitzenverband an alle Mitglieder der
Sondierungsteams sowie alle Abgeordneten des neuen Bundestages gesendet hat.«
Anstatt
sich »wie bisher auf die Vermeidung von Steuerschlupflöchern und
sozialpolitische Umverteilung zu konzentrieren«, müsse von nun an das Gegenteil
angestrebt werden, so BDI-Präsident Dieter Kempf in seinem Grußwort. Nämlich:
»Wachstum und Innovation«. Worte, bei denen Kinder zu weinen beginnen und die
Alten ins Jenseits starren.
Dienstag, 24. Oktober 2017
Ohne Chance geboren
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| Besonders hohes Armutsrisiko für Alleinerziehende, Foto: junge Welt |
Studie: Wer arm aufwächst, kann kaum auf
besseres Leben hoffen. Erwerbslose, Migranten, Alleinerziehende, Kinderreiche
besonders betroffen
Die
Klassengesellschaft lebt. Bekannt ist seit langem, dass die Zahl armer Kinder
in Deutschland wächst. Die Bundesregierungen der vergangenen Jahre unternahmen
dagegen jeweils nichts.
Immerhin beschert dieser verfestigte Zustand in einem
Land, dessen Wirtschaft einen Exportrekord nach dem anderen vorweist, so
manchen »Experten« eine gute Auftragslage. Die Bertelsmann-Stiftung, bekannt u.
a. für ihr Mitwirken an der »Agenda 2010«, zeigt nun in einer am Montag
veröffentlichten Langzeitstudie: Armut gebiert Armut. Für Kinder, die in einer
davon betroffene Familie aufwachsen, sei es in der Bundesrepublik sehr schwer,
dieser strukturellen Mittellosigkeit zu entfliehen.
Sonntag, 22. Oktober 2017
Staat, Arbeiter und Köchin
Verteilung von Wohnraum als revolutionärer
Demokratismus: Im Oktober 1917 äußerte sich Lenin zu der Auffassung, das
Proletariat sei zur Staatsverwaltung nicht fähig
Das
Proletariat, sagt man uns, werde den Staatsapparat nicht in Gang setzen können.
Russland
wurde nach der Revolution des Jahres 1905 von 130.000 Gutsbesitzern regiert,
und zwar mittels endloser Vergewaltigungen und Drangsalierung von 150 Millionen
Menschen, deren ungeheure Mehrzahl zu Zuchthausarbeit und zu einem Hungerdasein
gezwungen wurde.
Und da
sollen 240.000 Mitglieder der Partei der Bolschewiki nicht imstande sein,
Russland zu regieren, es im Interesse der Armen und gegen die Reichen zu
regieren! (…) Darüberhinaus besitzen wir ein »Wundermittel« (…), die
Heranziehung der Werktätigen, die Heranziehung der armen Bevölkerung zur
täglichen Arbeit an der Verwaltung des Staates. Um klarzumachen, wie leicht
dieses Wundermittel angewendet werden kann und wie unfehlbar es wirkt, wollen
wir ein möglichst einfaches und anschauliches Beispiel nehmen.
Donnerstag, 19. Oktober 2017
Venezuelas Rechte abgestraft
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| Lange Schlangen vor den Wahlbüros - Foto: UZ |
Sozialisten gewinnen die Regionalwahlen. Auch
Kommunisten gestärkt
Die
Rechtsparteien in Venezuela haben eine schwere Niederlage hinnehmen müssen.
Bei
den am vergangenen Sonntag durchgeführten Regionalwahlen in den 23
Bundesstaaten des südamerikanischen Landes konnten sie nur fünf der Regionen
für sich entscheiden, 18 Gouverneursposten stellt künftig die Vereinte
Sozialistische Partei (PSUV).
Freitag, 13. Oktober 2017
DKP solidarisiert sich mit den Streikenden bei Amazon
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| Foto: junge Welt |
Die
Deutsche Kommunistische Partei (DKP) solidarisiert sich mit den Streikenden bei
Amazon und unterstützt ihre Forderungen: Für einen Tarifvertrag, für bessere
Arbeitsbedingungen. Gegen Lohndumping durch Leiharbeit!
Es wird
wieder gestreikt beim Online-Händler Amazon. Die Beschäftigten kämpfen für ihre
Gesundheit, für erträgliche Arbeitsbedingungen und für einen Tarifvertrag.
Amazon
ist der weltweit größte Online-Händler, agiert als Lohndrücker, nutzt in großem
Umfang Leiharbeit und zahlt kaum Steuern. Gespräche mit ver.di, der
Gewerkschaft der Amazon-Beschäftigten, lehnt das Management grundsätzlich ab.
Montag, 9. Oktober 2017
Che vive! Ein Leben für die Revolution
Heute vor 50 Jahren wurde Che Guevara in
Bolivien auf Befehl der CIA ermordet
»Che hat
mir den Weg gewiesen«, beendet der heute 83jährige Schweizer Soziologe Jean
Ziegler gern eine Anekdote über ein Gespräch mit Ernesto Guevara.
Ziegler war
während einer Weltzuckerkonferenz in Genf im Jahr 1964 für zwölf Tage der
Fahrer des damaligen kubanischen Industrieministers. Als der Schweizer diesen
am Vorabend seiner Abreise mit den Worten ansprach »Comandante, ich möchte mit
euch gehen«, stand Guevara in seiner olivgrünen Jacke und der Baskenmütze mit
dem goldenen Kommandantenstern am Fenster eines Hotels und schaute über das
abendliche Genf. »Siehst du diese Stadt«, sagte er. »Das ist das Gehirn des
Monsters. Da bist du geboren, da musst du kämpfen.«
Ziegler ist überzeugt
davon, dass der Kampf, in dem der Revolutionär Che Guevara am 9. Oktober 1967
in Bolivien auf Befehl der CIA ermordet wurde, angesichts der »kannibalischen
Weltordnung, in der wir leben« noch heute gerechtfertigt ist. 50 Jahre nach dem
Tod des zur Legende gewordenen Comandante stehe sein Beispiel noch immer für
die Hoffnung von Millionen Menschen, dass eine andere Welt möglich sei.
Sonntag, 8. Oktober 2017
Am Vorabend der Oktoberrevolution
Lenin: Die Staatsmacht – Hauptfrage der
Revolution
Der
Herbst begann. Mehr als ein halbes Jahr war seit der Februarrevolution
vergangen. Auf die Juliereignisse, als Hunderttausende in den Zentren des
Landes, vor allem in der Hauptstadt Petrograd „Alle Macht den Sowjets“ und den
Sturz der Provisorischen Regierung gefordert hatten (vgl. UZ vom 21.7.2017),
hatte die Provisorische Regierung mit der Einschränkung vieler erst in der
Februarrevolution errungener demokratischer Rechte, mit Zeitungsverboten,
Verhaftungen revolutionärer Arbeiter, Soldaten und aufständischer Bauern
reagiert, vor allem mit der Verfolgung der Bolschewiki. Der Ministerpräsident
Fürst Lwow, Mitglied der Partei der Konstitutionellen Demokraten („Kadetten“),
trat zurück.
Die
Provisorische Regierung wurde umgebildet. Alexander Kerenski (Partei der
Sozialrevolutionäre) übernahm am 25. Juli (7. 8. nach dem neuen Kalender) 1917
zusätzlich zum Kriegs- und Marineministerium den Vorsitz der Regierung. Doch
die grundlegenden Probleme blieben ungelöst: Der Krieg forderte nach wie vor
viele Opfer. Es herrschte Massenarbeitslosigkeit. Eine Hungersnot drohte. Die
Versprechungen der Provisorischen Regierung auf eine Bodenreform wurden nicht
umgesetzt.
Freitag, 29. September 2017
Weiter so mit Mutti
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| Foto: "UZ" |
Der "gemütliche" Rechtsruck geht verdammt schnell
vonstatten
Angela
Merkel hat es noch einmal geschafft. Sie selbst finde das Ergebnis gar nicht so
schlecht, wenn man bedenke, wie lange sie schon regiere, meinte sie kurz nach
der Wahl vor Parteigängern. Da hat sie Recht, vor allem wenn man bedenkt, was
sie die letzten zwölf Jahre so getrieben hat.
Aber
Merkel steht bei vielen immer noch für Stabilität. Das Bild der Mutti, die sich
um ihre Kinderchen redlich bemüht. Die Medien bedienten und bedienen dieses
Bild einer bedachten Kümmerin und Vermittlerin zwischen deutschen und
internationalen Interessen, zwischen Energiemafia und Umweltschutz, zwischen
den Kläffern und Wadenbeißern aus CSU und SPD.
Aber
dieses Bild ist falsch. Kanzlerin Merkel steht hinter Schäubles schwarzem
Bundeshaushalt, dem erklärten Verfassungsfeind de Maizière und Sigmar Gabriel,
dem Ex-Wirtschaftsminister und Busenfreund der Auto- und Energiemafia. Sie alle
sind verantwortlich für die grassierende Armut, die so vielen Familien in
Deutschland von der Kinderwiege bis zum Rentenalter das Leben versaut.
Montag, 25. September 2017
Erklärung der DKP zu den Ergebnissen der Bundestagswahl 2017
Das
Wahlergebnis stellt, bei gestiegener Wahlbeteiligung, einen Rechtsruck mit den
damit verbundenen Gefahren dar.
Mit der AfD ist eine rassistische,
nationalistische Kraft, die eine Scharnierfunktion zu den offenen Faschisten,
mit 13 Prozent zur drittstärksten Partei im Bundestag geworden. In Sachsen ist
sie stärkste und in Ostdeutschland insgesamt zweitstärkste Partei. CDU, SPD,
Grüne und Linke verloren Stimmen an die AfD.
Die 13
Prozent für die AfD entsprechen den Ergebnissen der sogenannten „Sinus“-Studien,
die seit den 80er Jahren belegen, dass 13 Prozent der (west-)deutschen
Bevölkerung über ein „in sich geschlossenes rechtextremes Weltbild“ verfügen.
Zufall oder nicht? Auf jeden Fall ist das „U-Boot“ namens „Neofaschismus“ wie
schon einmal in Form der NPD in den 60er Jahren für alle unübersehbar wieder
aufgetaucht.
Die
Wahlergebnisse von CDU und SPD sind historische Tiefstände. Die traditionelle
Sozialdemokratie ist in einer tiefen Krise. Die FDP konnte sich wieder bei
denen etablieren, die sich auf der Gewinnerseite der Umverteilung von unten
nach oben sehen. Die Grünen hielten ihr Ergebnis. Die Linkspartei hat unter dem
Strich ein kleines Plus errungen, aber ihr Stimmen- und Bedeutungsverlust in
den früheren Stammländern auf dem Territorium der DDR hält an.
Samstag, 23. September 2017
150. Jahre »Das Kapital« von Karl Marx: Die Kommunisten und die Zukunft
Anlässlich
des 150. Jahrestages der Herausgabe des 1. Bandes von Karl Marx’ Hauptwerk „Das
Kapital“ hat man sich in den Redaktionen verschiedener Medien darüber Gedanken
gemacht, wie es denn möglich sein kann, dass dieses Werk, zumal es keine
leichte Lektüre ist, heute immer noch existiert und sogar gelesen wird.
Die
Antwort darauf ist recht einfach: In diesem Buch – und in den folgenden Bänden
2 und 3 – erläutert Karl Marx die Funktionsweise des Kapitalismus. Er weist zum
Beispiel nach, dass die Grundlage dieser Gesellschaftsordnung auf der
Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beruht, und er erklärt, dass der
Profit, ohne den ein Kapitalist absolut nichts unternimmt, nicht durch den
Verkauf einer Ware, sondern eben dadurch entsteht, dass sich der Eigentümer der
Produktionsmittel, also der Kapitalist, den Teil der Arbeit aneignet, der vom
Arbeiter geleistet, für den er jedoch nicht bezahlt wird.
Das war
vor 150 Jahren nicht wesentlich anders als heute, nur haben sich heute die
Methoden der Ausbeutung sehr stark verfeinert, ebenso wie die Methoden ihrer
Verschleierung.
Donnerstag, 21. September 2017
Bildungsrepublik?
DKP stellt konkrete Forderungen
Für
Bildung ist scheinbar nicht genug Geld da. Jeder, der Kinder oder Enkelkinder
in einer Schule hat, kennt das: Schimmelnde Wände, kaputte Toiletten oder ganz
einfach zu wenig Platz. Private Investoren sehen hier ihre Chance und
übernehmen einzelne Gebäude im Rahmen von „Public Private Partnership“.
Die DKP
fordert, die Öffentliche Hand ist in der Verantwortung und muss ihrem
staatlichen Auftrag, die Bildungseinrichtungen angemessen zu gestalten und zu
unterhalten, nachkommen. Der Einfluss von Konzernen an Schulen muss
zurückgewiesen werden und mit ihm der Einfluss auf die Unterrichtsinhalte.
Doch marode Gebäude sind nur die eine Seite der Unterfinanzierung. Oft genug fällt Unterricht aus, weil es nicht genug Lehrer gibt. Dies führt nicht selten dazu, dass sich Schüler nicht ausreichend auf ihre Prüfungen vorbereiten können. Somit steigt sowohl der Druck auf sie als auch auf das Lehrpersonal. Die Unterrichtenden stehen vor überfüllten Klassen mit über 30 Jugendlichen und können einzelne gar nicht mehr richtig fördern und betreuen.
Doch marode Gebäude sind nur die eine Seite der Unterfinanzierung. Oft genug fällt Unterricht aus, weil es nicht genug Lehrer gibt. Dies führt nicht selten dazu, dass sich Schüler nicht ausreichend auf ihre Prüfungen vorbereiten können. Somit steigt sowohl der Druck auf sie als auch auf das Lehrpersonal. Die Unterrichtenden stehen vor überfüllten Klassen mit über 30 Jugendlichen und können einzelne gar nicht mehr richtig fördern und betreuen.
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