![]() |
| Foto: junge Welt |
Immer mehr Minderjährige sind dauerhaft auf
staatliche Leistungen angewiesen
Fast zwei
Millionen Minderjährige leben in Familien, die Hartz IV beziehen. Und immer
mehr von ihnen sind dauerhaft auf die Leistungen angewiesen. Das hat Bild am
Montag berichtete. Das Boulevardblatt berief sich auf neue Zahlen der
Bundesagentur für Arbeit (BA).
Demnach
lebten in diesem Sommer rund 526.000 unter 15jährige seit vier Jahren oder
länger von der Grundsicherung. Damit stieg ihre Zahl binnen zwei Jahren um
14.000 an. Das Risiko, ohne Aussicht auf ein baldiges Ende in das
Hartz-IV-System zu fallen, wird besonders für alleinerziehende Elternteile
immer größer. Vor zwei Jahren mussten 630.000 Einelternfamilien von staatlicher
Grundsicherung leben, so Bild. In diesem Jahr traf es bereits rund 649.000
Alleinerziehende und damit natürlich auch ihren Nachwuchs.
Was das
bedeutet, machen die Regelsätze deutlich: So müssen Eltern ein Kind unter sechs
Jahren aktuell mit 237 Euro über den Monat bringen. Im kommenden Jahr werden es
ganze drei Euro mehr sein. Davon muss alles beschafft werden: Nahrung,
Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel, Möbel für das Kinderzimmer, Bettwäsche,
Essensgeld in der Kindertagesstätte, Spielzeug und Windeln für die Jüngsten.



