Syrien, Türkei, Jemen: Die
Kriegsberichterstattung von Spiegel, taz, Bild & Co. weist eine Tendenz zur
unterschiedlichen Gewichtung ziviler Opfer auf
Rebellen
starten Offensive gegen Assad-Truppen“, meldete Springers Boulevard-Postille
Bild vergangene Woche mit kaum verschleierter Freude. Dass der Vormarsch der
„Rebellen“, die im übrigen angeführt werden durch islamistische Terrorbanden
wie Ahrar al-Sham und der in Fatah al-Sham umbenannten al-Qaida-nahen
Al-Nusra-Front, mit massivem Beschuss von Wohngebieten begann, bei dem
Zivilist*innen zu Tode kamen, verschweigt das auflagenstärkste Medium
Deutschlands bewusst. Es seien nur „Regime-Positionen“ angegriffen worden.
Was Bild
hier implizit tut, ist, das Leben von Zivilist*innen, einfach weil sie in von
jeweils anderen Kräften kontrollierten Gebieten leben, unterschiedlich zu
gewichten. Tote Menschen auf Rebellenterritorium sind eine Meldung wert,
solche, die in Assad-Gebieten leben, eben nicht.































