Samstag, 28. Juli 2018

Wenn das Hirn nicht mehr mitkommt…


Eine Anmerkung zum Mindestlohn

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) meldet: „Der einstimmige Beschluss der Mindestlohnkommission, den gesetzlichen Mindestlohn auf im Schnitt 9,27 Euro anzuheben, ist ein Erfolg. Für alle, die mit dem Mindestlohn zurechtkommen müssen, zählt jeder Cent (…). Die Beschäftigten werden nun an der guten Lohnentwicklung der letzten Jahre teilhaben.“

Von der Hans-Böckler-Stiftung des DGB hörte man hingegen am 24. April: „Mindestlohn reicht in den meisten Großstädten nicht zum Leben“. Und im DGB-Newsletter Klartext meldete der Gewerkschaftsbund (Mitte Juli): „Wirtschaft wächst dank Mindestlohn. Der seit 2015 in Kraft getretene gesetzliche Mindestlohn beweist sich als Erfolgsmodell.“

Das verstehe, wer kann, mein altes Gewerkschafter-Hirn kommt da nicht mit: Mit der vorgesehen Erhöhung bleibt der Mindestlohn ein Armutslohn, mit ihm werden auch in Zukunft hunderttausende Vollzeitbeschäftigte weiterhin auf staatliche Unterstützung angewiesen sein. Laut Deutscher Rentenversicherung liegen heute schon 48 Prozent der Renten unter 800 und 62 Prozent unter 1 000 Euro.

Sonntag, 8. Juli 2018

Wir brauchen eine Friedenspolitik und keine Politik der Aggression


DKP zum Verteidigungshaushalt

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) kritisiert die Vergabe von 38,52 Milliarden Euro an das Bundesministerium der Verteidigung. Der sogenannte Verteidigungshaushalt steigt damit zum Vorjahr um 1,5 Milliarden Euro.

Für 2019 beschloss das Kabinett die Erhöhung um weitere vier Milliarden auf 42,9 Milliarden Euro. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen erklärte während der Haushaltsdebatte: „Wir sind noch lange nicht am Ziel, wir müssen beharrlich weiter machen.“ Die Bundesregierung setzt somit weiter auf Aufrüstung und Aggression nach Außen und hält unbeirrt an dem 2-Prozent-Ziel der NATO fest.

„Die Bundesregierung geht hier einen völlig falschen Weg. Wir brauchen eine Friedenspolitik und keine Politik der Aggression und des Krieges.
Wir brauchen keine Drohnen, Auslandseinsätze oder Drohgebärden gegen Russland. Wir brauchen moderne und intakte Schulen, kostenlose Bildung für alle, Löhne, die sich lohnen, und Renten, die ein würdevolles Altern ermöglichen. Deshalb kann es nur heißen: abrüsten statt aufrüsten!‘“ sagt Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP.

Freitag, 29. Juni 2018

Eine Art von Schaulaufen


Der Weg über das Mittelmeer ist lebensgefährlich. Foto: Sea-Watch
Anmerkungen zum „Flüchtlingsstreit“

Man kann kaum behaupten, dass die europäische Rechte erfolglos ist. Worum wird gestritten? Geht es um Armut, soziale Ungleichheit, obszönen Reichtum, zerbröselnde Altersversorgung, marode Schulen, die Pflegekatastrophe, die marode Infrastruktur? Den ganz normalen Wahnsinn der neoliberalen Zurichtung? Natürlich nicht.

Es geht um jene sehr überschaubare Zahl armer Menschen, die es trotz Auffanglager, Mauern und Natodrahtzäunen, die schon weit südlich in Afrika beginnen, trotz Mittelmeer und versperrten Häfen, trotz der europäisch finanzierten Konzentrationslager Erdogans irgendwie nach Europa geschafft haben. Diese Menschen sollen hier nicht sein.

Sonntag, 6. Mai 2018

SDAJ & DKP: Marx aktueller denn je


Anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx haben die Deutsche
Kommunistische Partei (DKP) und die Sozialistische Deutsche
Arbeiterjugend (SDAJ) in seiner Geburtsstadt Trier die Aktualität des Marxismus betont.

Auf einer Demonstration am 05. Mai 2018, zu der 600 Teilnehmerinnen und
Teilnehmern dem Aufruf eines linken Bündnisses gefolgt waren, erklärte
Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP:
„Es wird in diesen Tagen viel über Marx geredet, das ist gut. Die Realität zeigt weltweit, in der EU und in unserem Land, dass derKapitalismus keine Lösung der Probleme bietet. Er führt zu Krieg, Flucht und Armut. Vor diesem Hintergrund ist in den Tagen um den Marx-Geburtstag deutlich geworden, dass seine Analyse und seine politische Strategie zeitgemäß und alternativlos sind. Wir als DKP sagen: Es lohnt sich heute mehr denn je, nicht nur über Marx zu sprechen, sondern sich den Marxismus auch anzueignen.“

Freitag, 27. April 2018

Aufruf der Deutschen Kommunistischen Partei zum 1. Mai 2018


Heraus zum 1. Mai: Abrüsten statt Aufrüsten

Wir rufen zur Teilnahme an den 1.Mai-Demonstrationen der Gewerkschaften auf, die in diesem Jahr unter dem Motto „Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit“ stehen. Unsere Solidarität gehört in diesem Jahr insbesondere den Kolleginnen und Kollegen, die im Gesundheitswesen für mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Dieser Kampf geht uns alle an!

Statt Überstunden und Überlastung brauchen wir in allen Branchen mehr Personal; statt einer Veränderung des Arbeitszeitgesetzes brauchen wir mehr Mitbestimmung bei der Arbeitszeitplanung und den Kampf für Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich! Wir Kommunistinnen und Kommunisten in diesem Land unterstützen den DGB und seine Einzelgewerkschaften im Kampf für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Dienstag, 24. April 2018

Der Syrische Krieg


…über Brandstifter, die nicht bereit sind, ihre Niederlage hinzunehmen

Eine „Revolution“ war der Syrische Krieg nie. Die Behauptung, es handele sich um eine solche, verbreiteten allerdings die bei der Inszenierung von Konterrevolutionen erfahrenen westlichen Staats- und Konzernmedien seit März 2011.

Das hatte auch unter Linken die gewünschte, nämlich entsolidarisierende Wirkung, so dass z. B. im Dezember 2012 die Linkspartei-Vorsitzende Katja Kipping zusammen mit Andrea Nahles, Claudia Roth und anderen die Initiative „Adopt a Revolution“ unterstützte.

Wer wissen wollte, was sich bis dahin tatsächlich in Syrien abspielte, hätte sich die Frage stellen können, woher und wie Zehntausende Dschihadisten und die Unmengen Waffen, mit denen der Krieg ausgefochten wurde, ins Land kamen.

Donnerstag, 19. April 2018

Von wem? Für wen?


Foto: junge Welt
Einige Anmerkungen zu den vermeintlichen Rekordüberschüssen bei den Steuereinnahmen

Der Staat hat laut Statistischem Bundesamt einen Überschuss von 62 Milliarden Euro „erwirtschaftet“. Darin enthalten sind die Zahlen aus Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung. Als Hauptgrund für sprudelnde Steuereinnahmen wird die deutsche „Hochkonjunktur“ angegeben.

Auf der Ausgabenseite wurden staatliche Aufgaben wie Gesundheit, Wohnen, Bildung, Verkehr usw. weit hinter das zurückgefahren, was man noch eine öffentliche Daseinsvorsorge nennen könnte, und die Beschäftigten im öffentlichen Dienst gehen auf dem Zahnfleisch.

Dienstag, 10. April 2018

DKP Lübeck stellt Kommunalprogramm auf Bürgerabend vor


Anlässlich der Bürgerschaftswahlen am 06. Mai 2018 lädt die DKP Lübeck alle interessierten Bürgerinnen und Bürger* zur öffentlichen Vorstellung ihrer Kandidaten und ihres kommunalpolitischen Programms ein.

Am Freitag, den 13. April 2018, um 20:00 Uhr, führt die Partei dazu in der Interkulturelle Begegnungsstätte e.V. (IKB) "Haus der Kulturen ", Parade 12, 23552 Lübeck einen BürgerInnenabend durch.

„Wir möchten mit den Lübeckerinnen und Lübeckern diskutieren, warum in diesem Land, in dem die Bundesregierung plant den Militäretat auf 60 Milliarden Euro zu verdoppeln, in Wirklichkeit genug Geld für eine soziale Ausstattung der Kommunen vorhanden ist.“ So Henrik Matthes, Vorsitzender der DKP Lübeck und Kandidat für die Bürgerschaftswahl.

„Dieses Geld kann man besser nutzen, z. B. um ehemals öffentliche Betriebe wie den Lübecker Hafenbetrieb und die gesamte Gesundheitsversorgung zu rekommunalisieren.“ ergänzt Wilfried Link, Kandidat der Lübecker Kommunisten auf Listenplatz 1 für die Bürgerschaftswahlen. „Wenn man die vorhandenen Gelder in diesem Land fair verteilen würde, dann müssten keine Schule und keine Infrastrukturmaßnahmen sanierungsbedürftig bleiben und man könnte genügend Personal in den KiTAs, Pflege- und Gesundheits-einrichtungen einstellen und angemessen bezahlen!“ fährt er fort. „Dafür tritt die DKP am 06. Mai an.“


* Treffen der DKP sind grundsätzlich öffentliche Veranstaltungen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen!
Ausnahme: Mitglieder rechtsextremer und faschistischer Parteien und Organisationen (wie z. B. "NPD", „AfD“, "Die Rechte", „Der III. Weg“, „Identitäre Bewegung“, "Republikaner", sogn. "freie Kameradschaften", etc.) haben keinen Zutritt zu der Veranstaltung (nach § 6, VersG.)

Samstag, 24. März 2018

Im Visier von Bild


Mit Berufung auf einen „internen Bericht“ der Bundesagentur für Arbeit macht die Springer-Bild in ihrer Ausgabe vom 20. März „gut organisierte“ Banden aus, die gezielt osteuropäische Menschen anlocken, um nach scheinbarer Arbeitsaufnahme und nachfolgender Kündigung zu Unrecht Hartz IV zu „kassieren“.

„Sie reisen an, um sich Hartz IV zu holen“, macht das Blatt auf und liefert gleich eine Tabelle mit, aus welchen EU-Ländern die meisten Hartz-Empfänger kommen: Knapp 400 000 sind es, angeführt von Bulgaren, Polen und Rumänen, die über die Hälfte dieser Hartz-IV-Bezieher stellen.

Selbstredend wird nichts belegt, welchen Anteil „die Banden“ an dem angeblichen „Millionenschaden“ am deutschen Volke haben. Da reicht die Unterstellung, um einem Jens Spahn oder auch der AfD Munition für weiteren Sozialabbau und Sozialneid zu liefern.

Dienstag, 20. März 2018

Hände weg von Afrin - Hände weg von Syrien!


NATO-Staaten raus aus Syrien!

Der völkerrechtswidrige Einfall der türkischen Armee und fundamentalistischer Milizen der "Freien Syrischen Armee" (FSA) in die syrische Stadt Afrin ist in mehrfacher Hinsicht eine Tragödie:

Es ist eine Tragödie, dass hunderte Menschen ums Leben kamen und zehntausende aus Afrin fliehen mussten - ein Großteil von ihnen nicht zum ersten Mal während des anhaltenden Kriegs gegen Syrien.

Es ist eine Tragödie, dass die türkische Armee und die FSA-Kämpfer Afrin nicht nur plünderten, sondern durch Schändung von Friedhöfen und die Zerstörung kurdischer Symbole die Bewohner Afrins und ganz Syriens demütigten.

Donnerstag, 8. März 2018

Gruß zum Internationalen Frauentag 2018


Genossinnen

Polizisten schießen, Chefs entlassen, sie kämpfen weiter: 
Zwei Frauen berichten. 

Von offener und versteckter Arbeit, alten Nazis und neuen Hoffnungen, von den Anfängen der DKP – und davon, wie sie in der täglichen Arbeit für den Sozialismus Verantwortung übernommen haben.

Mittwoch, 7. März 2018

Frauenrechte – Niemals geschenkt! immer erkämpft!

http://news.dkp.suhail.uberspace.de/wp-content/uploads/2018/02/Frauen-Info_klein_korrigiert.pdf
Nach wie vor sind Frauen die Verliererinnen in dieser Gesellschaft, in der der Unterschied zwischen Arm und Reich sich stetig vergrößert.

Die ökonomische Ungleichheit zwischen Frauen und Männern ist enorm, die Bestrebungen daran etwas zu ändern nur vordergründig vorhanden. So ist zum Beispiel gerade ein „Gesetz zu mehr Lohngerechtigkeit“ in Kraft getreten, das Entgeltgleichheitsgesetz ist aber gewollt wirkungslos.

In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten können Frauen nun Auskunft darüber verlangen, wie viel ihre Kollegen verdienen, allerdings nur, wenn mindestens sechs die genau gleiche Tätigkeit ausüben.

Auswirkung hat die Information dann keine – um ihr Gehalt verhandeln muss Frau dann immer noch selbst.

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Freitag, 23. Februar 2018

Über die Linkspartei hinaus

Die deutsche Linke muss sich entscheiden – linke Identitätspolitik oder Kampagnenfähigkeit

Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht haben sich Ende 2017 öffentlichkeitswirksam für eine „neue linke Sammlungsbewegung“ ausgesprochen. Lafontaine forderte, die Linkspartei müsse zur Initiatorin einer solchen Bewegung werden, die sie selbst in Frage stellt und die „neben früheren Sozialdemokraten auch unzufriedene Grüne ansprechen kann“.

Führende Linkspolitiker und zahlreiche Strömungen innerhalb der Linkspartei haben den Vorstoß kritisiert. In den Medien waren bislang zwei Deutungsmuster vorherrschend.

Dienstag, 20. Februar 2018

Das Kapital verlangt mehr

Foto: "UZ"
Steuersenkung fehlt im Koalitionsvertrag – Lässt sich aber später durchsetzen

Die Unternehmerverbände geben sich in ihrer Mehrheit unzufrieden mit dem mühsam gebastelten Koalitionsprogramm, das in der vorigen Woche der staunenden Öffentlichkeit vorgestellt worden war.

„Dieser Vertrag ist noch scheußlicher als erwartet“, sagt beispielsweise Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander, der Sozialstaat werde „explosionsartig ausgeweitet“. Auch der Präsident des BDA (Dachverband der „Arbeitgeber“-Verbände), Ingo Kramer, befindet, die künftige Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Firmen werde zu wenig beachtet. Dass eine Unternehmenssteuerreform nach dem Vorbild des US-Präsidenten Donald Trump fehlt, beklagen auch die Industrieverbände und die Handelskammern.

Sonntag, 18. Februar 2018

Nur Sieger?

Foto: junge Welt
Achim Bigus zum Metall-Tarifabschluss

Der Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie 2018 ist sehr komplex, besonders bei der Arbeitszeit. Beide Seiten erklären sich zum Sieger: Roman Zitzelsberger (IG Metall) begrüßt „mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit für die Beschäftigten“, Rainer Dulger (Gesamtmetall) erklärt: „Mit diesem Modell haben wir genau die Flexibilisierung nach unten und nach oben vereinbaren können, die wir angestrebt haben“.

Vom ersten Blick auf die „4,3 Prozent“ darf man sich nicht blenden lassen. Genauso falsch wäre es aber, nur diese Zahl zu sehen und sie mit „Westrick-Formel“ oder einfachem Dreisatz auf 27 Monate Laufzeit umzurechnen: auch die ab 2019 einmal jährlich fälligen Zahlungen von 27,5 Prozent eines Monatseinkommens („T-ZUG“) plus 400 Euro („Zu-ZUG“) gehen dauerhaft und tarifdynamisch in die zukünftigen Jahreseinkommen ein.

Donnerstag, 8. Februar 2018

Ein "Nein" als Anfang

Foto: junge Welt
Ein Kommentar zum Ergebnis der Koalitionsverhandlungen

Ja, es gab Zugeständnisse an die SPD in den Koalitionsverhandlungen. Manche sind zynisch und heuchlerisch. Der „Kompromiss“ in der Flüchtlingsfrage nimmt nichts von der Zerschlagung des Asylrechts zurück und bleibt unmenschlich.

Das Zugeständnis an die Personalsituation im Gesundheitswesen ist Kosmetik. Laut ver.di-Berechnungen fehlen 162 000 Stellen. Das kann jeder nachvollziehen, der sich in den letzten Jahren in einem Krankenhaus aufgehalten hat: 8 000 zusätzliche Stellen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Von der Privatisierung des Gesundheitswesens wird kein Stück zurückgenommen, die Pharmaindustrie nicht angegangen.

Freitag, 2. Februar 2018

„Die Deutschen haben sich ergeben!“

Am 2. Februar 1943 endete die Schlacht um Stalingrad

Mitte Juli 1942 begannen die Truppen der faschistischen Wehrmacht und ihrer Verbündeten den Sturm auf Stalingrad. Es entbrannte die entscheidende Schlacht des zweiten Weltkrieges.Trotz pausenlosen Einsatzes neuer Kräfte konnten die Faschisten die Stadt, die von ihnen vollständig zerstört wurde, infolge des heldenhaften Widerstandes ihrer Verteidiger nicht nehmen.

Nach riesigen Verlusten mussten sie Mitte Oktober zur Verteidigung übergehen. Mitte November 1942 setzte nach sorgfältiger Vorbereitung und der Heranziehung neuer Kräfte die sowjetische Gegenoffensive ein, die zur Einschließung der bei Stalingrad stehenden 330.000 Mann starken Gruppierung der faschistischen Wehrmacht führte.

Seit dem 22. November waren die 6. Armee der Wehrmacht und rumänische Einheiten völlig von sowjetischen Truppen eingekesselt. Entlastungsangriffe der Okkupanten führten nicht zum Erfolg. Ab 24. November mussten die Rationen der Eingeschlossenen halbiert, später noch weiter reduziert werden.

Samstag, 27. Januar 2018

Deutsche Panzer gegen Kurden

Elf tote Zivilisten in Cilbire nach türkischem Luftschlag (Foto "UZ")
Türkische Armee greift in Nordsyrien an – „Internationale Gemeinschaft“ schweigsam

Der Demospruch "Deutsche Waffen morden mit in aller Welt!" ist alt, aber aktuell. Diesmal: Afrin in Nordsyrien.

Nach Monaten der Drohungen begann die türkische Armee ihren Angriff gegen die Stadt Afrin im Norden Syriens. NATO-Waffen, deutsche Leopard Panzer, Artillerie und Luftangriffe sollten Stellungen der kurdischen YPG zerstören. Kämpfer der mit der Türkei verbündeten FSA und türkische Armee-Einheiten drangen gemeinsam gegen Afrin vor – militärisch bisher ohne Erfolg.

Mittwoch, 24. Januar 2018

DKP Streik-Info 2/2018: Für eine kurze Vollzeit mit vollem Lohn- und Personalausgleich!

Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen der Metall- und Elektroindustrie

6 Prozent Lohnerhöhung und 28 Stunden in der Woche, das sind die Forderungen der IG Metall in der Tarifrunde. 

Egal, was von der Seite der „Arbeitgeber“ jetzt erzählt wird, diese Forderung nach einer Steigerung der Löhne und Gehälter ist mehr als gerechtfertigt: die Wachstumsprognose der Wirtschaft ist für 2017 2,2 Prozent und für 2018 2 Prozent.

Die Umsatzrendite stieg in den Jahren 2015/2016 um jeweils 5,1 Prozent. Neben der Zielinflationsrate der EZB von 2 Prozent wird eine Produktivitätssteigerung von 1-1,5 Prozent erwartet. Geld wird also genug verdient, es wird Zeit, dass die, die produzieren, etwas davon abbekommen!

Montag, 15. Januar 2018

»Hafenstrasse `96 - Gedenken & Anklagen«

Demonstration »Gedenken & Anklagen«

SAMSTAG, 20. JANUAR 2018

Konrad-Adenauer-Platz – 23558 Lübeck

Beginn: 13.00 Uhr

AUFRUF

In der Nacht zum 18. Januar 1996 starben zehn Menschen. 38 wurden teils schwer verletzt und überlebten nur durch Glück. Es war kein Zufall, dass es diese Menschen traf. Sie kamen aus Zaire, Togo, Angola und dem Libanon und es waren Neonazis, die in jenem Haus ein Feuer entfachten, das Geflüchteten eine Unterkunft bot.

Freitag, 12. Januar 2018

Freude über die Russen?

Rosa Luxemburg, Revolution und Demokratie

Die Oktoberrevolution und die Sowjetunion, die aus diesem Ereignis hervorging, bleiben die größten historischen Erfolge der Linken, solange das Wort „links“ als politischer Begriff den Sinn behält, den es an seinem Ursprung hatte – in der alten französischen Parlamentssitzordnung fand man links die Klasse, die sich emanzipieren wollte, rechts die Herrschenden.

Wer Oktoberrevolution und Sowjetunion bei Linken heute verleumden will, um diese Linken zu spalten, zu verwirren und zu demoralisieren, mag versuchen, dieser Miesmacherei einen linken Anstrich zu geben.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Weltkriegsvorbereitung

Lucas Zeise zum deutschen Mythos von Europa

Die Herren Schulz und Gabriel wollen Europa zum eigentlichen Zweck der neuen deutschen Regierung machen. „Es ist Aufgabe der SPD, die zentrale Rolle Deutschlands bei der Gestaltung Europas anzumahnen und den fortschrittlichen Kräften in Europa die Hand zu reichen.“

So formulierte der SPD-Parteivorstand, um den Delegierten des Parteitages den Weg in eine erneute Koalition mit der CDU/CSU schmackhaft zu machen. Schulz kündigte sogar an, er wolle die EU bis 2025 in die Vereinigten Staaten von Europa umwandeln. Das soll kühn wirken, was es ja auch ist.

Die SPD benutzt Europa als Rechtfertigung für eine ungeliebte Regierungsbeteiligung. Noch scheint die EU so beliebt bei einem Teil des Volkes, dass die Partei glaubt, das könnte funktionieren. Zur Rechtfertigung der EU wird das große Thema Frieden herbeigezaubert.

Mittwoch, 29. November 2017

Keine Aufrüstung im Namen der friedliebenden Völker! Die EU-Militarisierung stoppen!

Erklärung der Kommunistischen und Arbeiterparteien aus den europäischen Ländern, die zu PESCO gehören

Die unterzeichnenden Kommunistischen und Arbeiterparteien verurteilen die „Ständige strukturierte Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit“ (PESCO) als einen Akt der aggressiven Aufrüstung.

Das imperialistische Deutschland wird dabei ab Dezember die Führung über die 23 teilnehmenden EU-Mitgliedstaaten übernehmen. Verteidigungsministerin Von der Leyen möchte ganz offen eine „Armee der Europäer“ aufbauen und bestätigt in diesem Zusammenhang, dass einer der Grundgedanken der Europäischen Gemeinschaft ein gemeinsames Militär gewesen sei. Bislang wurde uns die europäische Einigung gern als Friedensprojekt verkauft.

Sonntag, 26. November 2017

Unbesiegter Comandante

Foto: junge Welt
Vor einem Jahr starb Fidel Castro. In Kuba und Lateinamerika ist er auch heute noch lebendig

Am 25. November 2016 um 22.29 Uhr Ortszeit starb Fidel Castro Ruz im Alter von 90 Jahren. 

Mit dem Tod ihres Anführers werde auch die Kubanische Revolution untergehen, hatten deren Gegner seit dem Sieg der Rebellen im Januar 1959 gehofft. 

Doch der von den westlichen Medien dämonisierte Comandante en Jefe reagierte auf solche Phantasien stets gelassen. »Unsere Feinde sollten sich keine Illusionen machen, ich sterbe morgen und mein Einfluss mag zunehmen«, sagte er vor mehr als zehn Jahren. »Ich könnte es wie El Cid machen, den sie tot auf dem Pferd mit sich führten und so Schlachten gewannen«, fügte er unter Anspielung auf den in Spanien als Nationalheld verehrten kastilischen Ritter aus dem elften Jahrhundert hinzu.

Ein Jahr nach dem Ableben Castros scheint es, dass sich seine Erwartung bestätigt. »Yo soy Fidel« (Ich bin Fidel) skandierten Hunderttausende während der Trauerkundgebung am 29. November 2016 auf dem Platz der Revolution in Havanna. Heute ist Kuba gefordert, diese Aussage unter Beweis zu stellen.

Freitag, 24. November 2017

Massen ohne Zuhause

Wärmehalle für Wohnungslose, Foto: junge Welt
Wohnungs- und Obdachlosigkeit auf Nachkriegsrekordniveau.

Bis 2018 1,2 Millionen Menschen betroffen.

Zunehmend auch Familien auf der Straße

Achthundertsechzigtausend Menschen sind im Jahr 2016 ohne Wohnung. 

Das entspricht einem Zuwachs von 150 Prozent innerhalb von 24 Monaten. 

Dass weitere 350.000 hinzukommen werden, ist bereits heute abzusehen; 2018 werden voraussichtlich 1,2 Millionen Menschen in der BRD ohne Wohnung sein.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAGW) stellte am Dienstag, den 14.11.2017) ihren Jahresbericht vor. Werena Rosenke und Thomas Specht, Geschäftsführende des Vereins, konstatieren »teils rechtswidrige Zustände« und »elende Bedingungen« im Land der »Exportweltmeister« mit dem Mantra »es geht uns doch noch so gut«.